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Ber­lin, 20. Juli 2009 – „Write the Wall“ ist das Off-​Pro­gramm im Ju­bi­lä­ums­jahr: künst­le­risch re­flek­tiert, ge­mein­sam ge­stalt­bar, welt­weit prä­sent. Es setzt die Über­win­dung der Ber­li­ner Mauer, Ikone des welt­his­to­ri­schen de­mo­kra­ti­schen Wan­dels, auf ganz neue Weise in Szene.

Jen­seits der Ge­denk­rou­ti­ne er­rich­tet der Ber­li­ner Kunst­ver­ein Ar­ti­tu­de e. V. an eben­so ver­gan­gen­heits-​ wie zu­kunfts­träch­ti­gem Ort ein von je­der­mann ge­stalt­ba­res Tem­po­rä­res Denk­mal aus Mau­er­seg­men­ten. Das Pro­jekt „Write the Wall“ öff­net über frei­es Ge­stal­ten einen äs­the­ti­schen Zu­gang zur Ge­schich­te der dra­ma­ti­schen Um­wäl­zung in Eu­ro­pa, ver­bin­det Bil­dung und Kunst, Er­le­ben und Ge­den­ken. Neben Ber­lin-​Be­su­chern wir­ken re­nom­mier­te Künst­ler wie Blu, JR oder Jim Avi­gnon, His­to­ri­ker, Zeit­zeu­gen und Men­schen aus dem Kiez an die­ser So­zia­len Plas­tik mit. Die In­stal­la­ti­on ist ein Er­in­ne­rungs­ort des Ver­gäng­li­chen, eine Pro­jek­ti­ons­flä­che für die ge­schrie­be­nen Namen sei­ner Be­su­cher, für Graf­fi­ti, Ma­le­rei, Skulp­tu­ren und Per­for­man­ces. „Write the Wall“ do­ku­men­tiert die Er­eig­nis­se au­to­ma­tisch und fort­lau­fend auf sei­ner In­ter­net­platt­form; er­reicht so über­all auf der Welt na­ment­lich das junge Pu­bli­kum. Ko­ope­rie­ren­de Ga­le­ri­en und In­sti­tu­tio­nen öff­nen über Li­ve-​Strea­mings in in­ter­na­tio­na­len Me­tro­po­len di­gi­ta­le Fens­ter nach Ber­lin.

– Pres­se­mit­tei­lung zum Pro­jekt „Write the Wall“

“Ich suche das Tier, das sich selber vernichtet. Es sieht schlecht, es hört schlecht, sein Fell ist gerichtet. Das Tier lebt, wie man mir berichtet in künstlichen Höhlen. Es tarnt sich mir düsteren Ölen. Das Tier, das vergöttert, was man das Böse nennt. Das Tier, das behaarlich gegen das Schöne kämpft. Ich klassifiziere mein Forschungsprojekt als die Spezies des modernen Höhlenmenschs.”

(Prinz Pi – Höhlenmensch)